Renditechance Europa: Liegt das Gute jetzt so nah?

Shownotes

Stark positives Wachstum, hohe Konsumentennachfrage, aber eben auch ziemlich hohe Bewertungen – das ist die Lage in den USA. Für Jörg Graf und Thomas Ott Anlass genug, in der aktuellen Folge einmal nach Europa zu schauen.

Im Gegensatz zum deutschen Wachstum entwickelt sich der DAX prächtig und hat selbst den US-Markt überflügelt. Positive Impulse geopolitischer Natur und gesunkene Energiepreise könnten den europäischen Kapitalmarkt jetzt interessant machen. Ist die Zeit für eine Länderreallokation gekommen, sollten wir wieder stärker auf Europa fokussieren?

Wer in diesen unruhigen Zeiten ein wenig Entspannung sucht, schielt schnell zu den Anleihen. Und ja, gerade im Bereich der Anleihen zwischen 1 und 5 Jahren scheinen sich viele Anleger wohlzufühlen. Als weiteren sicheren Hafen gäbe es ja auch noch Gold. Erhält das Edelmetall seinen Glanz zurück?

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PR: Bevor es losgeht, wir freuen uns, euch mitzuteilen.

PR: Die MEAG ist Deutschlands bester Fondsspezialist. Im renommierten Capital Fonds-Kompass

PR: wurden unsere Spitzenleistungen in Fonds-Performance und Kundenservice ausgezeichnet.

PR: Weiter geht's mit Jörg und Thomas.

Soundbites: Würdest du eine Anfrage bei DeepSeek stellen oder lieber zu JetTPT gehen?

Soundbites: Das erlaubt anderen Unternehmen, diese neue Technologie früher zu implementieren,

Soundbites: als wir vorher gedacht haben.

Soundbites: Wie geht ihr damit um, dass jetzt ein Trump wieder da ist und sagt,

Soundbites: komm, Kanada Zölle 15, heute Morgen glaube ich Auto Zölle 20 Prozent.

Soundbites: Hat Gold seinen Glanz zurück?

Jörg: Ja, herzlich willkommen zu Märkte und Trends im Februar 2025.

Jörg: Man hat so das Gefühl, dass den DAX das Wachstum in Deutschland eigentlich gar nicht so interessiert.

Jörg: Aber ein Gewinnwachstum von

Jörg: mehr als 12 Prozent für 2026 scheint irgendwie attraktiv zu erscheinen.

Jörg: Die Konjunkturerwartungen vom ZEW, also vom Europäischen Institut für Wirtschaftsforschung,

Jörg: sind besser als erwartet.

Jörg: Ist das vielleicht, ich sag mal, die Erwartungshaltung für eine investitionsfreundlichere

Jörg: Wirtschaftspolitik nach der Bundestagswahl?

Jörg: Über dieses und andere Themen möchten wir heute sprechen. Mein Name ist Jörg

Jörg: Graf und heute wieder mit Thomas Ott. Thomas, welcome.

Thomas: Ja, hallo Jörg. Schön, dass ich wieder dabei bin. Ich freue mich sehr auf das

Thomas: Gespräch, wie jedes Mal.

Jörg: Sprechen wir als erstes über die Wirtschaft und da kommen wir nicht umher.

Jörg: Die deutschen Bundestagswahlen waren früher eher eine langweilige Angelegenheit.

Jörg: Diesmal würde ich mal behaupten nicht.

Jörg: Wir haben eine fragmentierte Parteienlandschaft. Das könnten entweder nur vier

Jörg: oder möglicherweise bis zu neun Parteien in den nächsten Bundestag einziehen.

Jörg: Denn die stagnierende Wirtschaft braucht unbedingt große Strukturreformen.

Jörg: Eine schnelle Regierungsbildung könnte dabei durchaus helfen.

Jörg: Wir haben trotzdem das Risiko, dass eine Phase der Unsicherheiten kommt ohne

Jörg: politische Mehrheiten.

Jörg: Gehen die Märkte aktuell von einer

Jörg: raschen Regierungsbildung aus und damit Wirtschaft first in Deutschland?

Thomas: Also ich glaube, die Märkte spielen aktuell so ein bisschen längerfristige Themen tatsächlich.

Thomas: Zum einen in Deutschland, aber auch für Europa an sich.

Thomas: Da sei zum einen die Aussicht genannt auf eine vielleicht Auflösung der Schuldenbremse

Thomas: in Deutschland, wo dann viele Investoren auch einfach davon ausgehen,

Thomas: dass Deutschland, Europa mehr

Thomas: Schulden aufnehmen wird, dementsprechend vielleicht mehr investieren wird.

Thomas: Und darum bewegt das auch einfach die Zinsen, vor allem auch am langen Ende

Thomas: wieder ein bisschen nach oben, aber kann natürlich auch dann zu mehr Wirtschaftswachstum führen.

Thomas: Das andere große Thema, was aktuell wirklich am Markt gespielt wird,

Thomas: ist wirklich dieses Defense Spending, also diese Ausgabenpolitik auch für den

Thomas: Verteidigungsbereich. Wie soll das finanziert werden?

Thomas: Was bedeutet das dann auch für die Aktien, die hierfür benötigt werden oder

Thomas: für die Unternehmen und dementsprechend die Aktien der Unternehmen,

Thomas: die von diesem Defense Spending auch profitieren sollten?

Thomas: Stabilität, politische Stabilität ist natürlich auch ein Thema,

Thomas: aber ich würde sagen, die anderen beiden überlagern einfach wirklich das aktuelle

Thomas: Geschehen hier am Aktienmarkt und auch besonders am europäischen Aktienmarkt.

Jörg: Die USA sind stark im Wachstum, der Rest, Europa, China, Japan,

Jörg: sind ja eher schwach unterwegs.

Jörg: Was erwarten wir für die USA? Also wirklich getrieben jetzt auch oder mit Blick

Jörg: auf eine Trump-Regierung, die erstmal Zolle androht, dann sie wieder zurückzieht.

Jörg: Also was erwarten wir da von der Wachstumsseite von den USA?

Thomas: Ja, per se ist es aktuell schon noch so ein bisschen same old, same old.

Thomas: Auch was wir letztes Jahr gesehen haben, die USA wächst am stärksten,

Thomas: ist ja so ein bisschen der Vorreiter.

Thomas: Aber man muss auch sagen, was diese Wachstumsdifferenzen angeht,

Thomas: auch dieser Ausblick von Wachstumsdifferenzen zwischen Europa und den USA vor

Thomas: allem, das engt sich schon zunehmend irgendwo ein.

Thomas: Also dieses US-Exceptionalism ist jetzt nicht mehr so präsent,

Thomas: wie es vielleicht noch im letzten Jahr einfach war.

Thomas: Das hat teilweise auch mit diesem… Meinst du damit.

Jörg: Exceptionalism?

Thomas: Denn USA ist überall besser als der Rest der Welt, was Wachstum angeht,

Thomas: was Ausblick vom Wachstum angeht.

Thomas: Also dieses Thema, dass jedes Geld, was investiert werden muss,

Thomas: kann nur in die USA gehen. Das sehen wir schon so ein bisschen,

Thomas: dass das einfach zurückgenommen wird.

Thomas: Und das hilft dann natürlich auch, was wir auch seit Jahresstart gesehen haben,

Thomas: dass halt auch Europa auch mal eine super Performance dann auch hinlegen kann.

Jörg: Wir haben jetzt Verhandlungen in Riyadh gesehen. Trump, Putin bereiten einen

Jörg: Deal für die Ukraine vor oder einen Deal für Russland und USA eher fast ehrlich gesagt.

Thomas: Naja, das passt wahrscheinlich besser.

Jörg: Ja. Welchen Einfluss erwarten wir hier auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa?

Jörg: Sollte es wirklich, so wie Trump glaube ich als Zieldatum vor Ostern genannt

Jörg: hat, irgendwie zu einem Friedensabkommen?

Thomas: Vor Ostern heißt ja schon mal, er hat sich ja verabschiedet innerhalb von 24 Stunden.

Thomas: Jetzt sind wir vor Ostern. Schauen wir mal, ob dann wirklich auch bis Ostern der Deal steht.

Thomas: Für Europa würde ich sagen, ist das im ersten Moment wahrscheinlich schon ein

Thomas: positiver Impuls. Und vielleicht, ich hatte ja vorhin diese Performance auch

Thomas: von den europäischen Aktien angesprochen, vielleicht nehmen wir davon auch ein

Thomas: bisschen was jetzt schon vorweg.

Thomas: Natürlich wäre der erste Impuls einfach positiv, weniger oder kein Krieg mehr, wäre definitiv gut.

Thomas: Vielleicht bekommen wir darüber auch dann niedrigere Energiepreise,

Thomas: davon profitiert Europa. Aber wir haben dann natürlich auch Investitionen,

Thomas: die in die Ukraine getätigt werden müssen.

Thomas: Also für Europa an sich wäre ein Deal grundsätzlich gut.

Thomas: Wir müssen natürlich schon auf die Details dann auch schauen.

Jörg: Und Frieden ist immer besser.

Thomas: Natürlich, Frieden ist immer besser.

Jörg: Und Sicherheit weg.

Thomas: Genau, aber wir müssen schon auch schauen.

Jörg: Zu welchem Preis.

Thomas: Genau.

Jörg: Aber da haben wir glaube ich wenig Einfluss drauf. Also wir beide jetzt.

Thomas: Wir beide definitiv sehr wenig.

Jörg: Sprechen wir ein bisschen über Aktien. Der deutsche Leitindex DAX hat sich sehr

Jörg: gut geschlagen, auch jetzt wieder im neuen Jahr, hat den US-Markt hinter sich gelassen.

Jörg: Gibt es Gründe dafür, dass wir die positive Entwicklung sofort schreiten oder fortsetzen?

Thomas: Ja, zum einen, glaube ich, darf man nicht vergessen, der DAX ist jetzt kein

Thomas: repräsentatives Bild von der Wirtschaft in Deutschland,

Thomas: sondern im DAX sind wirklich internationale Großunternehmen vertreten und die

Thomas: hängen natürlich weniger an der Wirtschaftsleistung von Deutschland,

Thomas: sondern wie geht es der Welt kreieren.

Thomas: Und darüber hinaus gibt es natürlich schon noch ein paar Punkte,

Thomas: die auch einfach für Europa sprechen.

Thomas: Der eine hat man ja schon besprochen, Ukraine. Der andere ist Bewertungen,

Thomas: die in Europa halt einfach deutlich, deutlich günstiger sind,

Thomas: als zum Beispiel in den USA einfach der Fall ist.

Thomas: Und wir haben ja auch hier keine schlechten Unternehmen. Also warum,

Thomas: wenn ich ein gutes Unternehmen habe, das günstiger ist, dann kaufe ich halt

Thomas: vielleicht auch das deutsche Unternehmen.

Thomas: Ein anderes Thema ist die Positionierung. Ich hatte es angesprochen,

Thomas: dieses US-Exceptionist, alles Geld muss in die USA fließen.

Thomas: Das hat natürlich auch zu einer extremen Unterpositionierung in Europa geführt

Thomas: und das sehen wir jetzt auch, dass sich einfach ein bisschen dreht.

Jörg: Also für den DAX brauche ich eine wirtschaftfreundliche Politik und vielleicht

Jörg: ein chinesisches Wachstum wieder ein bisschen, damit der weiter so dreht, oder?

Thomas: Ja, ich würde sagen ein allgemein positives globales Wirtschaftswachstum.

Thomas: Wenn dazu dann noch vielleicht auch ein bisschen starkes chinesisches Wachstum

Thomas: kommt, ist das sicherlich nicht schädlich dann auch für den DAX.

Jörg: Wir haben in den USA oder im USA-Aktienmarkt die amerikanischen Technologiewerte gesehen.

Jörg: Wir haben den Hype gesehen um künstliche Intelligenz, der den breiten Aktienmarkt

Jörg: auch 2024 angetrieben hat.

Jörg: Wir haben in den USA jetzt aber extrem hohe Bewertungen.

Jörg: Ist das nicht so ein bisschen auch die Situation, ein bisschen vorsichtiger

Jörg: in den USA oder senkt es mir nur meine erwartete Rendite über die nächsten Jahre

Jörg: ab? Das ist die eine Frage und ich hau gleich die andere noch raus,

Jörg: weil die im Zusammenhang steht.

Jörg: Würdest du eine Anfrage bei DeepSeek stellen oder lieber zu JetGPT?

Thomas: Also ich mache eins nach dem anderen. Bitte erinnere mich dann auch nochmal

Thomas: zur zweiten Frage, also zu den USA und Rücksetzern. Also ich würde sagen ja und nein.

Thomas: Natürlich ist eine Gefahr eines Rücksetzers immer da, vor allem wenn die Bewertungen

Thomas: so stehen, wo sie aktuell sind.

Thomas: Aber Bewertungen alleine ist für mich jetzt hier tatsächlich kein Verkaufsgrund

Thomas: für sich alleine gesprochen.

Thomas: Wir sehen halt weiterhin wirklich noch starkes positives Wachstum in den USA,

Thomas: auch wenn sich die Differenz zu Europa vielleicht ein bisschen einengt,

Thomas: aber per se immer noch sehr starkes Wachstum. Wir sehen eine hohe Konsumentennachfrage in den USA.

Thomas: Wir sehen weiterhin fallende Inflationszahlen, auch wenn die letzten Zahlen

Thomas: vielleicht einen Ticken höher waren, aber generell ist der Trend noch intakt.

Thomas: Das sind alles auch gute Gründe, auch einfach weiterhin in den USA investiert zu bleiben.

Thomas: Dennoch so ein bisschen eine Länder-Reallokation kann durchaus Sinn machen und

Thomas: auch innerhalb der USA sehen wir auch eine gewisse Sektor-Rotation.

Thomas: Also du hast ja AI angesprochen.

Thomas: Letztes Jahr waren diese ganzen Chip-Hersteller sehr gut nachgefragt.

Thomas: Jetzt sind es vielleicht eher ein bisschen andere Unternehmen,

Thomas: die dann vielleicht von diesem ganzen AI-Hype profitieren können.

Thomas: Das könnte vielleicht auch einfach eine Chance sein.

Jörg: Wenn die Amerikaner was können, dann ist es flexibel sein, würde ich sagen.

Thomas: Genau, Flexibilität ist hier wichtig.

Thomas: Zu der anderen Frage, würde ich bei DeepSeek eine Anfrage stellen?

Thomas: Nein, ich habe kein Konto und ich würde auch keins erstellen bei DeepSeek,

Thomas: weil mir ja auch einfach dann der Datenschutz, Privatsphäre etc.

Thomas: Zu wichtig erscheint und darum wäre ich tendenziell weiterhin eher noch bei JetGPT.

Jörg: Aber diese Story, der vor ein paar Wochen jetzt irgendwie durch die Medien und

Jörg: durch auch die Märkte so ein bisschen gegeistert ist, ist erstmal wieder verschwunden.

Thomas: Ja, das beschäftigt jetzt den Markt aktuell wieder weniger tatsächlich.

Thomas: Deep Seek war natürlich eine,

Thomas: Ein Hau-Ruck-Effekt, weil das Modell sehr effizient war und dabei relativ wenig

Thomas: wohl angeblich in der Konstruktion gekostet hat.

Thomas: Also deutlich weniger im Training

Thomas: und in der Infrastruktur, als es zum Beispiel ChatGBT gekostet hat.

Jörg: Diese Wellen, da manchmal so entsteht, ist irre.

Thomas: Ja, das hat natürlich dann dazu geführt, brauchen wir überhaupt diese ganzen

Thomas: Chips, brauchen wir diese ganzen großen Data Center.

Thomas: Inzwischen hat sich wieder so ein bisschen geklärt, ja, wir brauchen sie schon.

Thomas: Also diese ganze CapEx, also diese ganzen Investitionen, die werden weiterhin getätigt werden.

Thomas: Und das Positive vielleicht von DeepSeek eher ist, dass wir jetzt gelernt haben,

Thomas: wir können auch gute Modelle bauen, die vielleicht günstiger sind.

Thomas: Sprich, das erlaubt anderen Unternehmen, diese neue Technologie früher zu implementieren,

Thomas: als wir vorher gedacht haben.

Thomas: Darum vielleicht auch eben dieser Sektor-Rotation innerhalb dieses künstlichen

Thomas: Intelligenz-Themas an sich.

Jörg: Denken wir manchmal, wow, wir haben Innovation und Fortschritte in der IT vollkommen überraschend.

Thomas: Ja, das hatten wir ja quasi nie.

Jörg: Total neu. Kommen wir zum Thema Anleihen.

Jörg: Beim Blick nach vorne und wenn wir die verschiedenen Segmente vom Anleihenmarkt

Jörg: reinschauen, erscheint es natürlich attraktiv.

Jörg: Ich sage mal, die Betonung liegt bei Fixed Income jetzt mehr wieder auf Income,

Jörg: also Einkommen generieren letzten Endes. Was wäre das Stichwort für die kommenden

Jörg: Monate oder vielleicht sogar für 2025 gesamt bei den Anleihen?

Jörg: Gibt es Normalisierung?

Thomas: Also per se die Anleihen, auch bei Unternehmensanleihen,

Thomas: die Gesamtrendite, die man auf die Anleihen bekommt,

Thomas: sowohl in Amerika wie auch in Europa oder auch bei Schwellenländeranleihen,

Thomas: die Gesamtrendite, die man bekommt, ist einfach attraktiv, vor allem,

Thomas: wenn man es natürlich mit der Vor-Corona-Zeit vergleichen möchte.

Thomas: Darum, Anleihen werden auf jeden Fall weiterhin relevant sein im Portfolio.

Thomas: Wir sehen, wenn wir jetzt bei Unternehmensanleihen zum Beispiel reinschauen,

Thomas: natürlich sehr geringe Risiko auf Prämien, die hier noch zu vereinnahmen sind.

Thomas: Darum, wir erwarten jetzt hier keinen Rücksetzer, weil wir aber auch generell

Thomas: positiv für die Wirtschaft gestimmt sind.

Thomas: Darum ist hier wirklich eher der Ansatz, Zeit ist dein bester Freund,

Thomas: bleib investiert, vereinnahme einfach diese Prämien und das erlaubt dir dann

Thomas: auch über Zeit hinweg eine gewisse Art von Rücksetzer aushalten zu können.

Jörg: Ja, aber wenn ihr jetzt im Morning Meeting da steht, also in dem Treffen,

Jörg: wo ihr morgens zusammensetzt und über die Welt diskutiert, nennen wir es mal so, ne?

Jörg: Wie geht ihr damit um, dass jetzt ein Trump wieder da ist und sagt,

Jörg: komm, Kanada zölle 15, heute Morgen glaube ich Auto zölle 20 Prozent, wenn mich nicht.

Thomas: Bis zu 25 Prozent und dann kann es weiter steigen.

Jörg: Also wie geht ihr damit um? Heißt das dann, boah, jetzt müssen wir mal gucken,

Jörg: jetzt müssen wir mal schauen, was wir im Anleiheportfolio machen,

Jörg: müssen wir was absichern,

Jörg: müssen wir die Ration verändern oder ist es dann wirklich das monatliche Meeting,

Jörg: wo man eher so die Langfristperspektive annehmen und sagt, okay,

Jörg: da müssen wir vielleicht was umbauen und wenn ja was.

Thomas: Also generell diese Zollankündigungen, egal ob das jetzt hier Autos heute waren oder damals der Stahl,

Thomas: am Anfang hat der Markt noch sehr stark darauf reagiert, aber inzwischen haben

Thomas: wir halt auch oder haben viele Investoren auch realisiert, okay,

Thomas: wir wissen, da wird irgendwann immer mal wieder was kommen, aber wir haben auch

Thomas: schon gesehen, dann wird wieder was zurückgenommen und dann,

Thomas: also es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Thomas: Und darum sind so Zollankündigungen tatsächlich für den Markt inzwischen eigentlich

Thomas: eine Normalität und damit kann er sehr, sehr gut umgehen.

Thomas: Generell zum Zinsbild, es ist so langfristig, denken wir schon,

Thomas: dass eigentlich dieses Top, also dieser Höchststand bei den Zinsen eigentlich erstmal erreicht ist.

Thomas: Also darum sagen wir, es ist etwas, wo wir sagen, das ist in einer gewissen

Thomas: Range, also gewisse Bandbreite.

Thomas: In diesem Umfeld werden sich die Zinsen bewegen über das gesamte Jahr hinweg.

Thomas: Und an diesem Bild halten wir eigentlich fest. Darum ist es eben,

Thomas: wie gesagt, Zeit und dann über Zeit hinweg die Zinsen, die man sich eingelogt

Thomas: hat. Wenn es ein Schlimmes passiert.

Jörg: Wird das in der Range bleiben? Und da passt die Anschlussfrage dazu,

Jörg: hat die Duration in Schrecken verloren?

Jörg: Also die, du musst ja mal ein bisschen erklären, welche Laufzeit hat die Anleihe

Jörg: und wie stark reagiert die auf Zinsänderungen? Hat die sich in Schrecken verloren?

Jörg: Weil wir hatten vor einer gewissen Zeit immer, boah, nicht zu lange Duration.

Jörg: Was ist, wenn die Zinsen irgendwie steigen, Kursverluste?

Thomas: Ja, also wir fühlen uns tatsächlich hier am vorderen Ende von der Zinskurve

Thomas: tatsächlich noch wohler, einfach weil es.

Jörg: Wo bist du dann an der vorderen Seite?

Thomas: Vorder ist eins bis maximal fünf Jahre.

Jörg: Laufzeit von den Anleihen.

Thomas: Laufzeit von den Anleihen, genau. Das ist eigentlich das, wo ich jetzt sagen

Thomas: würde, da fühlt man sich wahrscheinlich am wohlsten, weil es sehr hohe Zinsen gibt.

Thomas: Am langen Ende, ultralangen Ende, kriege ich einfach relativ wenig Risikoprämie dann darauf.

Thomas: Und wir haben ja vorhin gesagt, vielleicht löst sich die Schuldenbremse,

Thomas: vielleicht machen wir mehr Defense Spending, das heißt neue Schulden und das

Thomas: könnte dann eher das lange Ende nach oben drücken.

Thomas: Am vorderen Ende, also ein, zwei, drei, vier, fünf Jahre, fühlen wir uns eigentlich

Thomas: da sehr wohl, sehr sicher und da bräuchte es wirklich einen externen Schock,

Thomas: dass zum Beispiel nochmal eine Inflation wirklich auf sechs,

Thomas: sieben, acht Prozent oder sowas hochgeht.

Thomas: Dann bekommen wir an den Punkten Probleme. Das sehen wir allerdings nicht.

Thomas: Dieses Risiko ist aktuell nicht sonderlich hoch aus unserer Sicht und darum

Thomas: fühlen wir uns hier am vorderen Ende wohler.

Jörg: Okay, kommen wir noch zu Rohstoffen. Hat Gold seinen Glanz zurück?

Jörg: Also nach 2024 hatten wir schon eine Mega-Performance im Gold.

Jörg: Wir haben auch dieses Jahr schon wieder, ich glaube über knackige 20 Prozent sogar gesehen im Gold.

Jörg: Preis, Nachfrager sind die Notenbanken und natürlich generell so ein bisschen

Jörg: die Nachfrage nach einem sicheren Hafen.

Jörg: Sind die Goldminenaktien genauso attraktiv?

Thomas: Also Gold per se ist tatsächlich aktuell eines der heißesten Assets,

Thomas: die man sich wahrscheinlich vorstellen kann.

Thomas: Natürlich Zentralbanken kaufen, vor allem Zentralbanken aus den Schwellenländern,

Thomas: also allen voran ist hier wahrscheinlich China zu nennen, die hier einfach wirklich

Thomas: massiv auf der Nachfrageseite sind.

Thomas: Und ironischerweise haben Goldminenaktien jetzt gar nicht so gut da mithalten

Thomas: können, haben teilweise auch wahnsinnige Abflüsse aus den Beständen hier gesehen.

Thomas: Man muss aber schon sagen, dass bei dem aktuellen Goldpreis,

Thomas: der besteht, Goldminenaktien auf jeden Fall break even operieren können.

Thomas: Also die Produktionskosten, die sie für eine Unze haben, können sie verdienen

Thomas: und per se aber wahrscheinlich halt auch ein sehr volatiles Asset sind Goldminer-Aktender.

Jörg: Ab und zu.

Thomas: Ab und zu.

Jörg: Gut, also ich glaube, wir haben gehört, Aktien, DAX ist noch ganz gut unterstützt

Jörg: eigentlich, wenn ich das so richtig rausgehört habe, du korrigierst mich ansonsten.

Jörg: Auf der Anleihenseite wieder mehr, mehr Einkommen, Generierung eigentlich im

Jörg: Fokus, ein bisschen Normalisierung, Zinsen in der Range, also keine extremen

Jörg: Bewegungen, die erwartet werden.

Thomas: Ja, vielleicht noch, um das eine Sache beim Anleihen noch zu ergänzen.

Thomas: Also dadurch, dass ich gesagt habe, dass die Inflation nochmal nach oben überschießt,

Thomas: halten wir eher für unwahrscheinlich.

Thomas: Wir würden eher sagen, das Risiko ist vielleicht doch eher, dass das Wirtschaftswachstum

Thomas: eher nach unten überraschen kann. Vielleicht auch aufgrund der geopolitischen Risiken, der Zölle etc.

Thomas: Und in diesem Fall, wenn das Wachstum tatsächlich nach unten überrascht,

Thomas: dann helfen mir natürlich auch wieder einfach diese Anleihen im Portfolio,

Thomas: sprich diese Absicherungskarakter, dieser Hedgecharakter von Anleihen im Portfolio.

Thomas: Denken wir es aktuell wieder stärker gegeben als vielleicht noch vor ein paar Jahren.

Jörg: Und Gold hatten wir eben schon. Wir sind als sicherer Hafen nachgefragt.

Jörg: Das hängt natürlich so ein bisschen davon ab.

Jörg: Wirtschaftswachstum plus minus. Gibt es ein Friedensabkommen?

Jörg: Also die Sachen, die wir dann besprochen haben.

Jörg: Gut, dann wären wir eigentlich schon durch. Ihnen vielen Dank fürs Zuhören.

Jörg: Wir freuen uns, wenn Sie uns bewerten, uns abonnieren, uns empfehlen,

Jörg: uns Feedback geben unter info.meerk.com.

Jörg: Thomas, vielen Dank.

Thomas: Vielen Dank dir für das Gespräch.

Jörg: Und dann viele Grüße aus München.

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