Neuer Zinserhöhungszyklus oder nur Nachspielzeit?

Shownotes

Was wir im September noch in den Raum podcastiert haben, ist jetzt Gewissheit: Sowohl die US-amerikanische als auch die europäische und japanische Zentralbank erhöhen ihre Leitzinsen. Ist das der Beginn eines neuen Erhöhungszyklus – und wie reagieren die Märkte darauf?

Paradoxerweise halten die Aktienmärkte dagegen: Der S&P 500 beschert Anlegern ein Rekordhoch – wie passt das zusammen, und warum rutscht der Goldpreis gerade jetzt ab? Jörg und Thomas haben da ein paar Erklärungsansätze und nehmen auch die Eurozone genauer in den Blick.

Besonders spannend ist das Bild bei den sonst eher ruhigen Anleihen. Denn aufgrund von Staatsverschuldung und Haushaltskrisen sind die Risikoprämien am langen Ende, etwa in den USA und Frankreich, durchaus verlockend. Doch lohnt eine derart langfristige Kapitalbindung angesichts attraktiver Renditen bei kurz- und mittelfristigen Anleihen überhaupt? Das und mehr erfahrt ihr in dieser Folge von Märkte & Trends. Viel Spaß beim Anhören.

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Thomas: Wenn man ein Haar in der Suppe finden möchte, dann kann man das finden.

Jörg: Und schafft Trump bis Jahresende die FED dazu zu bringen, die Zinsen zu senken?

Thomas: Vor allem die amerikanischen Unternehmen verdienen extrem gut,

Thomas: verdienen extrem viel Geld.

Jörg: Wir schauen auch mal nach Europa und da müssen wir mal nach Frankreich schauen.

Thomas: Die Zinsen sind weiterhin der Taktgeber für die Märkte.

Jörg: Herzlich willkommen zu Märkte und Trends im Oktober 2026. Mein Name ist Jörg

Jörg: Graf und wie immer bei mir Thomas Ott. Hi.

Thomas: Hallo Jörg, freut mich wieder dabei zu sein.

Jörg: Letzten Monat haben wir gefragt, was werden die Zentralbanken machen?

Jörg: Inzwischen wissen wir es, die amerikanische Notenbank, die EZB und die japanische

Jörg: Notenbank haben im September alle ihre Zinsen erhöht.

Jörg: Gleichzeitig steht der amerikanische Aktienmarkt an einem All-Time-High und

Jörg: Gold, das normalerweise als der Sicherhafen bezeichnet wird,

Jörg: ist mitten in einem Krisenjahr unter seinem Jahresanfangsstand gefallen.

Jörg: Große Herausforderung also an die Asset Allocation für uns als Asset Management Haus.

Thomas: Ja Jörg, ich denke es passt schon besser zusammen, als es vielleicht klingt.

Thomas: Und der rote Faden heißt weiterhin der Zinsmarkt. Zinsen kennen nur eine Richtung.

Thomas: Aktienmärkte können das bisher tatsächlich sehr gut wegstecken.

Thomas: Und trotzdem sind die Anleihenredienten auf dem höchsten Stand seit fast 20 Jahren.

Thomas: Und ja, die Volatilität an den Rohstoffmärkten, du hast Gold angesprochen,

Thomas: ist tatsächlich sehr, sehr hoch. Das hängt allerdings auch mit dem Ölpreis zusammen. Musik.

Jörg: Gehen wir gleich auf die Wirtschaft. Ich hatte es eben schon erwähnt,

Jörg: die amerikanische Notenbank hat Mitte September um 25 Basispunkte erhöht.

Jörg: Auf eine Spanne von 3,75 bis 4 Prozent. Die EZB hat ihren Einlagenzinssatz auf

Jörg: 2,5 Prozent angehoben und die Bank of Japan liegt jetzt bei 1,25 Prozent.

Jörg: Eigentlich so hoch wie seit 31 Jahren nicht mehr.

Jörg: Ist das so ein richtiger Zinserhöhungszyklus, der so weitergeht?

Thomas: Für Japan kann man da schon sagen ja.

Thomas: Für die USA und für Europa würde ich noch nicht so weit gehen,

Thomas: dass es wirklich ein Zinserhöhungszyklus ist.

Thomas: Allerdings fühlt es sich inzwischen schon so an.

Thomas: Der gemeinsame Auslöser ist tatsächlich weiterhin der Ölpreis durch den Konflikt

Thomas: im Iran und die Störungen in der Straße von Humus kostet ein Barrel,

Thomas: Öl, egal ob jetzt WTI oder Brent, wieder über 100 Dollar und die Zentralbanken

Thomas: fürchten einfach wieder einen Durchschlag auf die Inflation,

Thomas: so wie wir es 2022 gesehen haben.

Thomas: In der Eurozone ist dementsprechend auch die Inflationserwartung oder die Inflationsschätzung

Thomas: zuletzt wieder auf knapp 3,8 Prozent gesprungen,

Thomas: und der Auslöser ist weiterhin oder der schlägt sich jetzt wirklich einfach

Thomas: durch, ist der Energiesektor.

Thomas: Und auch wenn man auf den internationalen Währungsfonds schaut,

Thomas: dann rechnet der auch inzwischen mit einer weltweiten Inflation dieses Jahr

Thomas: von knapp unter 5 Prozent.

Thomas: Und die Notenbanken wissen zwar, dass sie einfach den Ölpreis nicht senken können,

Thomas: aber sie müssen versuchen, diese Lohnpreisspirale zu unterbinden oder zu verhindern.

Thomas: Und darum sind sie ein bisschen aktiver, als wir es 2022 gesehen haben.

Jörg: Wir haben letztes Mal darüber gesprochen, dass der amerikanische Aktienmarkt,

Jörg: der FED, also der amerikanischen Notenbank jedes Argument für eine Zinssenkung nimmt.

Jörg: Also ich meine, das hat sich eh erhöht, aber...

Thomas: Ja, ich glaube, wir hatten darüber gesprochen, dass der Arbeitsmarkt einfach

Thomas: zu stark ist und dass man deswegen nicht über Zinssenkungen in den USA sprechen kann und...

Thomas: Natürlich, wenn man ein Haar in der Suppe finden möchte, dann kann man das finden.

Thomas: Aber ich denke dennoch, dass auch im September auch wieder neue Stellen geschaffen

Thomas: wurden. Es wurden 29.000 Stellen geschaffen.

Thomas: Im Monat davor waren es noch 130.000 knapp. Die Arbeitslosenquote ist zwar um

Thomas: 0,1 Prozent auf 4,2 Prozent gestiegen.

Thomas: Das sind auf dem Papier beides schwächere Zahlen, aber dennoch ist der Arbeitsmarkt

Thomas: grundsätzlich solide aufgestellt.

Thomas: Und für die Fed wird es dann zur Problematik, wenn sich hier eine Dynamik verändert,

Thomas: der Arbeitsmarkt sich abschwächt, während die Inflation steigt.

Thomas: Dazu gibt es aktuell keine Anzeichen und darum ist die Fed aktuell mit ihrem

Thomas: Pfad relativ zufrieden, glaube ich.

Jörg: Und schafft Trump es bis Jahresende, die FED dazu zu bringen, die Zinsen zu senken?

Thomas: Ich würde nicht davon ausgehen.

Jörg: Heißt, wir warten für bis Ende des Jahres für die Notenbank in den USA?

Thomas: Also laut den letzten Kommunikationen, sei es offizielle Protokolle oder einfach

Thomas: Reden der Zentralbanker, hält sich die Mehrheit,

Thomas: in der FED dafür, dass es eine weitere Erhöhung bis zum Jahresende geben wird.

Thomas: Das Meeting im Oktober in knapp zwei Wochen, da ist der Ausgang noch offen.

Thomas: Meine Erwartung ist aber schon, dass wir nochmal was sehen werden bis zum Jahresende.

Thomas: Wichtig für Anleger, denke ich, ist weniger, ob wir jetzt im Oktober was sehen,

Thomas: sondern eher die Botschaft, Zinssenkungen sind aktuell eher unrealistisch,

Thomas: sondern eher Zinsstabilität oder nochmal Zinserhöhungen.

Jörg: Wir schauen auch mal nach Europa und da müssen wir mal nach Frankreich schauen.

Jörg: Kann man da von der Regierungskrise sprechen? Zumindest das Ausmaß der Schülerproteste,

Jörg: übertrifft diese früheren Bewegungen doch deutlich und hat sich auch am Kapitalmarkt gezeigt.

Jörg: Das heißt, die Risikoprämie für französische Staatsanleihen gegen Bundesanleihen

Jörg: sind auf dem Rekordhoch.

Jörg: Einsicht von Frankreich, ich mache einfach mal ein Fragezeichen dahinter.

Jörg: Was ist hier der Stand? Und kann sowas wirklich aufs Wachstum drücken und die

Jörg: EZB in eine Rolle drücken oder zwingen.

Thomas: Dass sie wieder so eine Retterrolle einnehmen muss. Also ich denke,

Thomas: wenn diese Problematik nicht langfristig gelöst wird, dann kann das natürlich

Thomas: zum Problem für Europa werden und das kann dann natürlich auch negative Folgen auf das Wachstum haben.

Thomas: Die Wahrheit ist aber auch und genau diese Negativspirale, die kennen natürlich

Thomas: auch alle Politiker und auch alle Zentralbanker.

Thomas: Darum wird im Hintergrund, gehe ich davon aus, sehr, sehr, sehr viel gesprochen,

Thomas: um diese Situation zu lesen.

Thomas: Denn die Folgen, dass wir dann in eine, ich nenne es jetzt mal bewusst,

Thomas: Euro-Krise 2.0 geraten, ist natürlich allen klar und das möchte auch keiner wirklich erleben.

Thomas: Darum gehe ich schon davon aus, dass diese Situation zwar volatil ist,

Thomas: wie volatil auch bleiben kann, aber langfristig sollte sich hier auch wiederum

Thomas: die Vernunft durchsetzen und dann sollte sich auch die Situation in Frankreich wieder entspannen.

Thomas: Auch in Italien sollte sich die politische Situation auch wieder entspannen.

Thomas: Und dann sollten auch wieder die Risikoprämien für Frankreich auch wieder sich

Thomas: etwas einhängen können.

Jörg: Wir sprechen über eine Unterfinanzierung vom Bildungssystem.

Jörg: Das wird ja wohl Gehör finden in der Politik.

Thomas: Würde ich sagen. Ich gehe auch davon aus, wie gesagt, das ist diese Vernunft.

Thomas: Wir wissen nie, ob dann am Ende die Vernunft siegen wird. Aber ich denke,

Thomas: als Optimist kann man davon ausgehen, dass es zumindest eine Stabilität hier geben würde.

Jörg: Immer. Schauen wir mal zu den Aktien rüber.

Jörg: Da passiert ein bisschen was. Die Zinsen steigen durchaus deutlich,

Jörg: wenn wir nachher auch nochmal drüber sprechen, bei den Anleihen.

Jörg: Und trotzdem haben wir einen amerikanischen Aktienmarkt, einen S&P 500.

Jörg: Mit 7.800 Punkten fast auf Rekordniveau. Ist das, ich weiß gar nicht,

Jörg: wie ich fragen soll, ist das Mut, ist das Leichtsinn?

Thomas: Ich würde sagen, weder noch. Es sind am Ende des Tages vor allem die Gewinne.

Thomas: Vor allem die amerikanischen Unternehmen verdienen extrem gut,

Thomas: verdienen extrem viel Geld.

Thomas: Die Investitionswelle rund um die künstliche Intelligenz trägt die Umsätze,

Thomas: trägt die Einkaufsmanager-Indizes, also die Stimmungsindikatoren,

Thomas: und signalisiert der Welt und auch einfach für weltweites Wachstum,

Thomas: die Stimmung ist in dem Sinne gut.

Thomas: Darum steigende Gewinne helfen dem Aktienmarkt auch bei steigenden Zinsen,

Thomas: solange eben die Zinsen nur langsam oder in einem Umfang ansteigen,

Thomas: wie wir es zuletzt gesehen haben, ist es in Ordnung für den Aktienmarkt.

Jörg: Europäischer Aktienmarkt, der DAX liegt doch etwas deutlicher unter seinem Hoch vom August.

Jörg: Und das, obwohl wir doch erhöhte Wachstumszahlen für Deutschland gesehen haben.

Thomas: Richtig, der DAX steht, glaube ich, bei ungefähr 25.000 Punkten,

Thomas: also circa 5 Prozent unter dem Rekord vom August.

Thomas: Europa trifft hier einfach den Energieschock deutlich härter als die USA,

Thomas: weil wir eben Öl und Gas importieren, weil wir höhere Energiepreise haben.

Thomas: Diese höheren Energiepreise drücken dann auch auf die Margen der Industrien,

Thomas: und natürlich auch auf die Kaufkraft der Verbraucher.

Thomas: Gleichzeitig haben wir schon auch Lichtblicke hier in Europa.

Thomas: Wir haben weiterhin diese Ausgaben für Verteidigung, für die Stromnetze,

Thomas: für die Infrastruktur und das stützt gezielt wirkliche Branchen.

Thomas: Das heißt für Europa, aber auch, dass einfach andere Sektoren im Fokus stehen

Thomas: als in den USA, eben nicht diese Hochwachstumsbranchen wie Technologie, sondern eben andere,

Thomas: und das hat dann auch einfach einen Einfluss darauf, wie sich Marktindizes mal

Thomas: entwickeln können und das erklärt auch, warum vielleicht die USA gerade eben

Thomas: am Allzeithoch steht und der DAX 5% drunter, aber soweit alles in Ordnung.

Jörg: Sind diese Gewinneaufsichten nicht schon eingepreist? Dass wir jetzt in Rüstung

Jörg: investieren, ist jetzt keine News von gestern.

Thomas: Ja und nein. Natürlich sind die Gewinnerwartungen grundsätzlich hoch,

Thomas: aber wir haben auch gesehen, dass nochmal mehr Gewinne erwartet werden jetzt von Analysten.

Thomas: Und dieser Revision der Gewinnerwartung nach oben, den sind die Aktienmärkte

Thomas: tatsächlich noch nicht gefolgt.

Thomas: Und da besteht auch einfach nochmal ein Potenzial für die Märkte hier nach oben

Thomas: weiter zu laufen und das finden wir gerade eben spannend.

Jörg: Okay, damit haben wir einen positiven Ausblick für Aktien für das letzte Quartal eigentlich, oder?

Thomas: Ja, ob das sich jetzt innerhalb von einem Quartal einstellt oder wir ein bisschen

Thomas: länger brauchen dafür, ja, aber grundsätzlich denke ich, das fundamentale Bild

Thomas: ist weiterhin intakt für positive Aktienmärkte.

Jörg: Okay, gehen wir mal zu den Anleihen. Wir haben die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe,

Jörg: Anfang Oktober bei rund 5,3% Ausrufzeichen gesehen.

Jörg: So hoch wie seit 2007 nicht mehr. Frankreich hatten wir schon angesprochen.

Jörg: Eine Gegenbewegung haben wir

Jörg: nicht gesehen. Wir sind und bleiben jetzt erstmal auf dem Niveau oder wie?

Thomas: Ja, ich denke grundsätzlich schon. Zwei Dinge und über die Gewichtung oder die

Thomas: Wichtigkeit wird am Markt gerade wirklich lebhaft gestritten.

Thomas: Auf der einen Seite haben wir die Notenbanken. Wenn die Notenbanken die Zinsen

Thomas: weiter erhöht und weitere Zinsschritte nach oben signalisiert,

Thomas: dann steigen natürlich auch die Zinsen auch am längeren Ende.

Thomas: Auf der anderen Seite haben wir auch die Laufzeitenprämie, also der Aufschlag,

Thomas: den Anleger dafür verlangen, ihr Geld lange beim Staat anzulegen,

Thomas: statt es wieder kurzfristig anzulegen, also dieses Term-Premium im Fachjargon.

Thomas: Und diese Prämie war jahrelang quasi verschwunden. Jetzt ist sie wieder zurück,

Thomas: weil Staaten eben hohe Defizite haben und sehr viele neue Anleihen ausgegeben werden müssen.

Thomas: Das heißt mehr Angebot und dementsprechend höhere Preise für das Geld der Anleger am Ende des Tages.

Jörg: Ich glaube, das letzte Mal sagtest du, kurze und mittlere Laufzeiten sind bevorzugt.

Jörg: Seitdem haben wir natürlich bei den zehnjährigen deutlichen Schritten nach oben gestiegen.

Jörg: Bleibt der bei der Positionierung kurz mittel?

Thomas: Ja, grundsätzlich fühlen wir uns weiter eher am kurzen bis mittleren Ende eigentlich

Thomas: wohl. Und die letzten Wochen haben uns hier tatsächlich auch recht gegeben.

Thomas: Je länger man rausgeht auf der Zinsstrukturkurve, desto volatiler werden einfach

Thomas: auch die Bewegungen der Anleihen und diese Volatilität hat man einfach bei einer

Thomas: zweijährigen oder fünfjährigen Staatsanleihe einfach nicht.

Thomas: Das heißt nicht, dass Langlaufzeiten nicht irgendwann wieder attraktiv werden.

Thomas: Sicherlich 5% für eine 10-jährige US-Staatsanleihe oder auch für eine 10-jährige

Thomas: Anleihe in Italien oder Frankreich sind auch sehr attraktiv,

Thomas: die man nicht lange sieht.

Thomas: Aber derzeit ist für mich einfach das Chancen-Risikoprofil hier bei den langlaufenden

Thomas: Anleihen nicht wirklich attraktiv.

Thomas: Ich habe auch vorhin gesagt, wir mögen tatsächlich die Aktien. Derzeit,

Thomas: kann ich mein Risiko in Aktien aber auch nicht über Anleihen absichern,

Thomas: sondern würde darüber tatsächlich noch Risiko erhöhen und darum bleibe ich hier

Thomas: lieber am kurzen Ende und versuche die langen Laufzeiten einfach zu meiden.

Jörg: Die Kredite von den Unternehmen, die Unternehmensanleihen, steigen die in ähnliche

Jörg: Höhen und ist da mittlerweile das Kreditrisiko auch mit eingepreist?

Thomas: Da wurde tatsächlich im September ein bisschen was nachgeholt.

Thomas: Allerdings für mich aus den eher falschen Gründen.

Thomas: Wenn wir hier nach Europa blicken, da haben wir gesehen, dass die Risikoaufschläge

Thomas: für Unternehmensanleihen, vor allem auch für gute Bonitäten,

Thomas: teilweise deutlich angestiegen sind.

Thomas: Jedoch nicht, weil die Unternehmen in Schieflage geraten sind,

Thomas: sondern weil es die Staaten waren,

Thomas: vor allem Frankreich, die hier einfach die Risikoprämien nach oben gedrückt

Thomas: haben und damit zu einem deutlichen Wertverlust geführt haben bei Unternehmensanleihen.

Thomas: Darum, die Risikoprämien finde ich tatsächlich aktuell wieder attraktiver als

Thomas: noch vor ein, zwei Monaten.

Jörg: Okay, ich würde sagen, wir führen mal alles zusammen.

Jörg: Notenbanken, Aktien, Anleihen, Gold. Was wäre jetzt deine zentrale Botschaft für Anleger?

Thomas: Die Zinsen sind weiterhin der Taktgeber für die Märkte. Die Notenbanken erhöhen,

Thomas: aktuell die Zinsen aufgrund des Ölpreises und Aktien können damit gut umgehen,

Thomas: solange die Gewinne noch stimmen.

Thomas: Und bei Anleihen bleiben wir bei eher noch einer kurzen Bonität,

Thomas: finden allerdings auch wieder bei Unternehmensanleihen aufgrund der angestiegenen

Thomas: Risikoprämien sehr attraktive Möglichkeiten in den Markt reinzugehen.

Jörg: Gut. Thomas, vielen Dank für deine Einschätzung.

Thomas: Vielen Dank fürs Gespräch, wie immer.

Jörg: Das war Märkte und Trends im Oktober 2026. Vielen Dank fürs Zuhören.

Jörg: Empfehlen Sie uns natürlich auch gerne weiter. Stellen Sie uns Fragen,

Jörg: wenn Sie möchten. Bis zum nächsten Mal und viele Grüße aus München.

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