Fußball-WM und Euphorie an den Aktienmärkten – wie hängt das zusammen?
Shownotes
Kaum ist der Friedensdeal mit dem Iran unter Dach und Fach, gehen die Märkte zur Tagesordnung über: Umsätze, Margen, Produktivität. Entsprechend stark schließt das zweite Quartal in den USA, der Nasdaq verzeichnete mit 21,4 Prozent den höchsten Quartalsgewinn seit 2020 – auch dank KI. In Europa fällt die Euphorie deutlich verhaltener aus. Inflationsrisiken, strukturelle Herausforderungen und zurückhaltende Wachstumsprognosen bremsen besonders in Deutschland die Dynamik. Selbst das Sondervermögen konnte bislang keine neuen Impulse setzen. Zwar sind die Bewertungen diesseits des Atlantiks günstiger – doch ist das Anreiz genug für Anleger? Ein zweiter Blick lohnt sich auch bei den Anleihen. Denn nicht alles, was Rendite bringt, ist automatisch investitionswürdig. Entscheidend bleibt: Wo ist wie viel Risiko bereits eingepreist? Und wie zeitgemäß ist die klassische 60/40-Aufteilung aus Aktien und Anleihen heute noch?
Außerdem gehen Jörg und Thomas folgenden Fragen nach: • Ist der anhaltende KI-Boom noch gesund oder schon gefährlich? • Sorgt die Weltmeisterschaft in den USA für einen Konsumkick? • Welche Schwellenländer sind derzeit spannend für Anleger?
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00:00:00: Besonders auffällig, du hattest vorhin schon ein bisschen so angedeutet.
00:00:02: Freizatten Gastgewerbe haben siebzig tausend Stellen aufgebaut.
00:00:07: Ist es der WM-Effekt schon oder?
00:00:09: Für mich ist der Markt tatsächlich noch gesund weil es viele große Unternehmen gibt die weiterhin wirklich reale Gewinner erwirtschaften.
00:00:17: Deutschland hat ja eine ich sag mal so vielleicht zu bieten.
00:00:21: der Wm jetzt nicht so ne ganz schöne Rolle gerade, oder?
00:00:25: Allerdings wenn Aktien fallen, weil die Inflationen und die Zinsen steigen dann sind eben halt genau die Staatsanleihen auch unter Druck.
00:00:31: Das ist diese Situation aus dem Jahr zwanzig zweiundzwanzig.
00:00:34: Herzlich Willkommen zu Märkte und Trends im Juni.
00:00:37: Meinen Namen ist Jörg Graf und bei mir ist wie immer Thomas Ott.
00:00:43: Hallo Jörgg!
00:00:44: Danke ich freue mich wie immer und ich glaube wir haben heute wirklich Wieder einmal eine spannende Mischung aus Energiepreisen, Notenbanken, Aktien-Rallye und Online.
00:00:52: Und natürlich auch die FußballwM in den USA.
00:00:55: Auch darauf wollen wir ein bisschen schauen oder wie sich die FußballWM auf die Wirtschaft auswirkt.
00:01:01: Darum fangen wir gleich an!
00:01:09: Märkte und Trends –
00:01:10: erfolgreich investieren und
00:01:12: verstehen was die Kapitalmärkte bewegt.
00:01:15: Ein Podcast
00:01:15: der
00:01:16: Merk mit Thomas
00:01:17: Ott und Jörg Graf
00:01:25: Ja, dann starten wir gleich mit der Wirtschaft.
00:01:26: Wenn man nur auf die Medien schaut, dann klingt es ziemlich unruhig.
00:01:30: Iran-Konflikt, Ölpreis, Tankrabatte ist halt geändert und die Preise sind gleich um zwanzig Cent gestiegen.
00:01:36: Notenbanken sind wieder etwas vorsichtiger.
00:01:39: Gleichzeitig sehen wir aber Aktienmärkte, die irgendwie plett das alles ignorieren geführt also robuste Aktien merkte.
00:01:48: Was ist denn der wichtigste wirtschaftliche Ankerpunkt im Juni?
00:01:52: Oder das war er.
00:01:53: Ja, ich glaube viele Punkte hast du angesprochen.
00:01:55: natürlich Iran-Konflikt Ölpreise.
00:01:57: wichtig glaube ich ist hier
00:01:59: dass
00:02:00: der Höhepunkt des Iran Kriegs wahrscheinlich hinter uns liegt.
00:02:02: wir sind jetzt in diesen Friedensverhandlungen und auch der Öl Preis ist schon wieder stark gefallen.
00:02:08: von den hundertzwanzig wo wir ungefähr in der Spitze waren sind wir jetzt bei nur noch knapp über siebzig.
00:02:13: Das ist natürlich schon mal sehr wichtig.
00:02:15: Dann auch der wichtigste Punkt für den Juni sind wahrscheinlich alten Zinssenkungsnarrativ sind, sondern eher in so einer stabilen Phase oder vielleicht ein bisschen wenn man nach Europa schaut.
00:02:28: In einem Zinserhöhungszyklus.
00:02:31: die EZB hat diesen Monat die Zinsen um den twenty-fünfundzwanzig Basispunkt also eine Komma zwei fünf Prozent Punkt der angehoben und erwartet für eine Inflation für dieses Jahr von drei Prozent sodass wir auch erst wieder zwanzig achtundzwantig bei den zwei Prozent ankommen hier in Europa.
00:02:48: Und darum glaube ich ist nochmal zusammengefasst, dieses Zinssenkungsnarrativ.
00:02:53: Die Änderung da ist der wichtigste Punkt für diesen Monat.
00:02:56: Ob wir im Iran-Konflikt den Höhepunkt überschritten haben das können glaube ich andere Experten diskutieren aber vielleicht kommt dann noch mal eine Eskalation aber so hundert Prozent feststehen dass wird er schon an einem Punkt oder?
00:03:08: Ja es ist natürlich ein sehr schwammiges Bild vor allem weil wir auch über Donald Trump reden.
00:03:12: da wissen wir wirklich nie was als nächstes passiert.
00:03:15: aktuell sind aber starke Anzeichen.
00:03:18: Lass es mich dann so nennen, dass der Höhepunkt überschritten sein sollte und das ist erstmal positiv für die Märkte aber auch für die Wirtschaft.
00:03:25: Also inflationen haben wir gehört?
00:03:27: Ist es ein Rückschritt im Kampf gegen die Inflation?
00:03:29: oder
00:03:30: auf gewisse Weise ja weil wir natürlich wieder eine Inflacion dieses Jahr von drei Prozent erwarten.
00:03:35: Aber Es ist kein Neustart der Inflationskrise wie Nachfolge der Russland-Ukraine-Geschichte und ich glaube, das ist das Wichtigste.
00:03:45: Damals hatten wir wirklich eine breite Inflation die Energie betroffen haben, waren Dienstleistungen löne alles ist gleichzeitig in dem Sinne gestiegen.
00:03:54: heute ist der Impuls deutlich zentrierter eigentlich nur auf der Energieseite und es ist zwar im ersten Moment unangenehm aber es ist noch nicht automatisch eine Lohnpreisspirale und das ist hier der relevante Punkt.
00:04:07: Das heißt, die Zentralbanken gehen durchaus mit Bedacht dran?
00:04:11: Genau.
00:04:12: Die Zentralbanken reagieren vorsichtig und wollen verhindern, dass sich dieser Energiepreisschock eine dauerhafte Erhöhung der Inflation auswirkt.
00:04:20: Darum sind sie vorsichtig.
00:04:21: EZB ist ein bisschen aktiver als die amerikanische Zentralbanke, die hat diesen Monat noch nichts gemacht.
00:04:29: Da haben wir einen neuen Chef, ne?
00:04:30: Genau!
00:04:33: Horkischer nennt man es jetzt im Fachjargon, als gedarft getreten.
00:04:37: Genau also er war restriktiver oder pessimistischer was Inflation angeht.
00:04:43: aber in den USA gilt's auch einfach weiter noch dass die Wirtschaft solide ist Arbeitsmarkt ist stabil und so lange die Inflations nur wegen dem Energieschock verändert ist das grundsätzlich ein positives Thema.
00:04:56: Deutschland hat ja eine ich sag mal so vielleicht zu bieten der WM nicht so ne ganz Schöne Rolle gerade.
00:05:03: Ja, wir geben ein eher unglückliches Bild ab, glaube ich kann man da wunderbar sagen Es bleibt einfach ein schwieriger Fall.
00:05:09: Die Bundesbank erwartet für Deutschland nur Null Komma fünf Prozent Wachstum dieses Jahr Null Koma acht Prozent Für das nächste.
00:05:15: ja Das ist keine Rezession okay aber Dynamik schaut Einfach anders aus.
00:05:22: was Man Sagen muss hier der Impuls oder den erhoffte Impuls Aus dem sonder Vermögen Der Ist Bisher wirklich völlig verpufft.
00:05:30: bis hin über Energie Haben wir gesprochen.
00:05:33: Der Ölmarkt ist durch Schwankungsanfällig, Stichwort Iran-Konflikt.
00:05:38: Wie hart ist es ein Risiko?
00:05:40: Weil Öl ist ja nicht nur ein Rohstoffthema im Sinne von... Für wie viel Tank ich jetzt an der Tankstelle, sondern es beeinflusst ja die Volkswirtschaft als Ganzes.
00:05:49: Ja das ist wirklich ein fundamentales Thema tatsächlich.
00:05:52: Beeinflussteinflationen Kaufkraft Margen von Unternehmen, die Zentralbankpolitik und darüber natürlich am Ende auch Anleihen- und Aktienmärkte.
00:06:00: Von daher ist es ein breit gefasstes Thema.
00:06:01: aber wie gesagt der Ölpreis sollte hoffentlich auch sich hier stabilisieren und dann noch das Bild eigentlich nicht weiter eintrüben.
00:06:09: Okay, schauen wir vielleicht noch mal in die USA rüber.
00:06:11: Arbeitsmarktzahl oder Arbeitsmarkt weiter... Oder wirkt zumindest weiter stabil?
00:06:16: Die jüngsten Daten zeigen... ...hundert zwanzigtausend neue Stellen im Mai und eine Arbeitslosenquote von vier Komma drei.
00:06:27: Besonders auffälligt!
00:06:28: Du hattest schon ein bisschen so angedeutet.
00:06:30: Freizeiten Gastgewerbe haben siebzigtausende Stellen aufgebaut.
00:06:34: Ist das der WM-Effekt schon,
00:06:36: oder?!
00:06:37: Also es kann tatsächlich damit teilweise zusammenhängen, weil natürlich viele Hotels-Restaurants einfach mehr einstellen müssen, weil sie sich auf die Gäste vorbereiten mussten.
00:06:45: Der Arbeitsmarkt in den USA bleibt aber grundsätzlich robust auch unabhängig der WM.
00:06:49: Die WM verstärkt kurzfristig nochmal die Nachfrage eben in diversen Bereichen – Hotels, Sicherheit, Transportation….
00:06:57: Aber ja, der wichtige Punkt ist einfach dass der Arbeitsmarkt zusammenbleibt und die WMs sind zusätzliche Impulse Aber jetzt nicht der alleinige Treiber für die stärkenden USA.
00:07:10: Schauen wir tiefer später noch mal an, die WHO.
00:07:14: Wir schauen jetzt mal auf die Aktien.
00:07:18: Trotz des Energiepreis-Schocks und den geopolitischen Unsicherheiten, die wir sehen, hatten die US-Aktienmärkte so ein extrem starkes zweites Quartal – der S&P Five hundred, breite amerikanische Aktie stieg im zweiten Quartal um vierzehn, neun Prozent.
00:07:34: Der Nasdaq, also der techdominierte Index um einundzwanzig, vier Prozent.
00:07:40: Also jeweils die stärksten Quartalsgewinde seit zwei tausend zwanzig.
00:07:44: ist es nur die Fantasie, die da treibt oder was?
00:07:48: Die?
00:07:48: diese Euphorie ist wirklich wahnsinnig aber klar!
00:07:52: Die Risiken neigen sich zu Ende.
00:07:53: wir haben viel darüber gerade eben gesprochen Iran USA Öl und eben dieser Friedenstil.
00:08:00: Darum haben die Märkte aktuell zwei Dinge tatsächlich höher gewichtet als die politischen Risiken, auf der einen Seite sind es die Unternehmensgewinne und auf der zweiten Seite sind das einfach weiterhin diese KI-Themen, die wirklich ein starker Wachstumstreiber sind.
00:08:14: Und Investoren glauben weiterhin dass die künstliche Intelligenz eben nicht nur Fantasie ist sondern tatsächlich Umsätze steigern kann, Margen erhöhen kann, Produktivität verbessern kann.
00:08:27: dann ist man auch in der Lage, so kurzfristige Risiken da mal durchzuschauen.
00:08:31: Wir haben ja schon die ersten Untergangsprofeten, die jetzt bei den KI versuchen, schon wieder... Ja,
00:08:36: mal wieder!
00:08:36: Die gibt's immer.
00:08:37: Das Welt geht
00:08:37: unter?
00:08:38: Ist der Markt gesund?
00:08:39: oder würde man sagen wir sind im gefährlichen Blasenbildung?
00:08:42: Nein für mich ist der Markt tatsächlich noch gesund weil es viele große Unternehmen gibt, die weiterhin wirklich reale Gewinner erwirtschaften.
00:08:50: das ist in dem Sinne keine klassische Blase es nur Ideen gibt, sondern es gibt Cash Flows und darum für den Moment ist der Markter schon immer noch gesund.
00:09:01: Wir sehen Kapitalflüsse in die USA also das wird investiert in den USA, Investoren kaufen mehr US-Aktien, wir hatten ein bisschen eine leicht negative Stimmung für die USA, also im USA Abfallkauf.
00:09:15: jetzt hat sich's gedreht wieder
00:09:17: Ja, genau.
00:09:18: Wir hatten Anfang des Jahres mehr so diese Idee.
00:09:21: Sell America also Anleger waren verunsichert wegen der Politik, wegen der Zölle Dollar Risiken Bewertungen waren auch natürlich ein Thema und da haben Investoren ein bisschen Sorgen gehabt und sind eher aus den USA mal rausgegangen.
00:09:34: Diese Bewegung hat sich jetzt einfach abgeschwächt weil am Ende Zeit für die Investoren.
00:09:38: wo sind die Gewinne?
00:09:39: Wo sind die Geschäftsmodelle?
00:09:41: Und da ist man halt dann häufig tatsächlich wieder bei den USA gelandet.
00:09:44: das rückt jetzt wieder mehr in den Vordergrund Und darum sehen wir auch wieder diese Umdrehung von den Flows.
00:09:51: Über Deutschland hat man schon gesprochen, was ist mit Europa gesamthaft?
00:09:55: Ist es noch interessant oder ist das uninteressant?
00:09:59: Europa braucht einfach mehr Rückenwind!
00:10:01: Wir brauchen da wirklich mal eine Dynamik.
00:10:04: Klar die Bewertungen sind hier günstiger, das ist im ersten Moment mal positiv.
00:10:08: Wir haben eine fiskale Unterstützung vor allem auf der deutschen Seite aber trotzdem ist einfach das Wachstum nicht da und die Impulse fehlen uns hier einfach wirklich... nicht positiv zu bewerten auch für dann Investoren.
00:10:20: Wir brauchen einfach bessere Wachstumsdaten, wir brauchen weniger politische Unsicherheit und natürlich Frieden Russland-Ukraine, US Iran.
00:10:30: Darum ist Europa eher so eine selektive taktische Chance aber wahrscheinlich der aktuell strukturelle Markt ist weiterhin eher auf der USA teilweise auch auf der Schwellenländer Seite zu finden.
00:10:43: In Deutschland waren USA waren, wenn Europa war, dann schauen wir mal auf die Spelenländer.
00:10:50: Ja, Spelenlander finde ich super spannend vor allem einfach der asiatische Bereich.
00:10:54: tatsächlich.
00:10:55: natürlich sind wir da auch wieder im KI-Zyklus irgendwo unterwegs, wenn wir über Taiwan, Korea aber auch natürlich China sprechen.
00:11:03: Der wichtige Punkt ist hier sind die Bewertungen aktuell noch günstiger als bei den großen globalen Indizes und das macht sie wirklich dann auch interessant und bieten auch einfach dann Wachstumsmöglichkeiten.
00:11:14: Also in Summe Aktien Bleiben attraktiv, aber wie vorsichtig seid ihr jetzt?
00:11:21: Aktien bleiben strukturell wirklich attraktive.
00:11:24: Wir sind hier auch weiterhin optimistisch, sehen es als ein sehr interessantes und wichtigsten Markt tatsächlich weiter an.
00:11:31: Weil die Unternehmensgelände stehen oder?
00:11:33: Weil das Makro-Bild wirklich gut ist.
00:11:36: Anders kann man's nicht am einfachsten so zusammenzufassen.
00:11:40: Das Umfeld ist gut für Aktien.
00:11:43: Natürlich gibt es immer mal wieder Rücksetzer, die haben wir in den letzten Wochen auch gesehen.
00:11:47: Aber grundsätzlich ist das gut für Aktien.
00:11:50: Gut!
00:11:51: Dann gehen wir einmal zu den Anleihen würde ich sagen.
00:11:54: Anfang des Jahres war's Bild noch ein bisschen ein anderes.
00:11:56: Wir haben viele Zinssenkungen erwartet nicht wie hier drin.
00:12:00: Viele hatten Zinsenkung erwartet...
00:12:02: Auch wir hatten Zinzenkungen?
00:12:04: Genau jetzt sprechen wir über Heierverlonger also höhere Zinsen für längere Zeit oder sogar über neue Zinserhöhungen.
00:12:12: Was hat sich da verändert in den Notenbach?
00:12:13: Genau, ich glaube zwei Dinge die man wirklich unterscheiden muss.
00:12:16: Higher for Longer heißt einfach nur dass wir keine Zinssenkungen sehen aber halt einfach dieses aktuelle Zinsniveau gehalten wird.
00:12:23: Dass wir einen Zinssteigerungszyklus eingehen das denken wir jetzt nicht solange die Inflation eben nicht außer Rand und Band gerät.
00:12:34: und das ist glaube ich die große große Änderung seit Anfang des Jahres.
00:12:40: Was heißt Staatsanleihen logischerweise?
00:12:42: Staatsanleihen sind weiterhin wichtig, aber sie sind eben nicht mehr automatisch dieser sichere Hafen den wir immer erwartet haben.
00:12:48: Wenn Aktien fallen bei Wachstum einbricht dann würden Staatsanlagen weiterhin helfen.
00:12:54: Allerdings wenn Aktien fallen weil die Inflation und die Zinsen steigen dann sind eben halt genau die Staatsanreihen auch unter Druck.
00:13:00: das ist diese Situation aus.
00:13:03: Darum schauen wir uns wirklich genau an, erwarten wir eher einen Wachstumsschock oder einen Inflationsschock für die Portfolien.
00:13:10: Kennt man normal aus Krisen das die Anleihen nicht funktionieren?
00:13:12: Also dieses Klassiker-Sechzig-Vierzig-Portfolie funktioniert damit gar nicht mehr oder nicht immer?
00:13:19: Das klassische Sechzig-vierzig Portfolie also sechzig Prozent Aktien und vierzig Prozent Anleihungen funktioniert besonders... gut oder funktioniert hervorragend, wenn die Aktien und Anleihen negativ korreliert sind.
00:13:29: Also wirklich in diesem eher in dem Wachstumsschock-Szenario dann ist ein Sechzig-Vierzig-Portfolio hervorragend.
00:13:36: In einem inflationären Umfeld kann diese Korrelation aber sich halt genau ins negative umdrehen.
00:13:42: Und dann fallen beide gleichzeitig.
00:13:44: deswegen muss man da einfach genauer hinschauen wo man sich positioniert.
00:13:48: Positioniert ist ein gewisses Stichwort, wenn wir mal auf die Zinsstruktur oder die Zinnskurve schauen.
00:13:52: Guckt ihr eher kurz, mittel lang?
00:13:54: Wo guckt ihr eher hin?
00:13:55: Wir positionieren uns eher am kurzen Mittleren Ende weil wir ja hier einfach aktuell Aktien attraktiver sehen als als online.
00:14:02: Darum wollen wir nicht dieses große Zinsänderungsrisiko im Portfolio haben und finden darum einfach kurz laufende Anleihen tatsächlich attraktiva.
00:14:10: Gehört sich so nach Abfragen an, aber jetzt bleiben noch die Unternehmensanleihen.
00:14:13: Ja ich weiß es ist... Aber der Anleihmarkt ist einfach ein sehr breiter.
00:14:18: Unternehmen sind weiter attraktiv.
00:14:20: aber wir erwarten hier nicht unbedingt dass die Risikoprämien sich wirklich stark weiter verengen.
00:14:28: darum man verdient den laufenden Zinskupon aber solange die Risikoprämie so niedrig ist wie aktuell ist es halt einfach nicht mehr so attraktiv.
00:14:42: Nicht mehr so einfach.
00:14:43: Mehr auf Risiken
00:14:44: achten und nicht alles, was Rindite drauf steht kaufen?
00:14:47: Ganz genau ja!
00:14:49: Schauen wir nochmal ein bisschen auf die Fußball-WM in den USA.
00:14:53: Ist das ein dauerhafter Wachstumsmoto oder ist es so ein kurzes Strohfeuer?
00:14:58: Das ist die größte WM der Geschichte.
00:15:00: Achtundvierzig Teams, hundert vier Spiele, Austragung im USA, Mexiko und Kanada.
00:15:05: kann das Wachstem bringen und einen Arbeitsmarkt beeinflussen?
00:15:09: Ja, denke ich schon.
00:15:10: Aber man muss es natürlich richtig einordnen können.
00:15:14: WM ist wirklich sehr stark lokaler Treiber für Hotels, Restaurants Medien Fanartikel Und in diesen Städten erwarte ich schon den sichtbaren Effekt auf die auf die Wachstumszahlen.
00:15:29: Auf nationaler Ebene, also für die gesamte US-Wirtschaft wird es eher wahrscheinlich ein kleinerer kürzerer Impuls sein als jetzt ein struktureller wachstumstreiber.
00:15:39: Also eher so Beschäftigung auf Zeit und sehen wir den Arbeitsmarktdaten effektwidrig?
00:15:46: Ja genau!
00:15:47: Also Beschäftigungen auf Zeit ist wirklich... man stellt Leute halt für ein zwei Monate dann ein solange die Spiele sind aber dann halt auch nicht mehr.
00:15:53: Wir haben das teilweise auch schon gesehen.
00:15:56: Daten für den Mai, dass einfach schon Leute frühzeitig eingestellt wurden und wie es sich jetzt weiterentwickelt wird dann spannend.
00:16:03: Gibt's der Zahlen?
00:16:04: Weil alle irgendwie vor der Klocke hocken und Fußball gucken das da die Produktivität sieht?
00:16:10: Nein also das wird jetzt so nicht ganz genau analysiert glaube ich ist auch sehr schwierig.
00:16:15: Meistens Abend.
00:16:15: Genau!
00:16:16: Also für uns in Europa ist es jetzt sowieso am Abend oder in der Nacht Betrifft die Unternehmen jetzt weniger.
00:16:24: Aber es gibt keine Studien, die wirklich zeigen, dass während einer WM oder olympischen Spielen Produktivitäten sinken in den Unternehmen.
00:16:31: Gibt's irgendwie langfristige Fekte von der WM?
00:16:35: Ja aber die sind dann tatsächlich eher wahrscheinlich weniger relevant für die Wirtschaft.
00:16:40: Wir hatten ja die letzte WM damals, fourneinzig in den USA.
00:16:44: da war die WM so der oder ein wichtiger Aufbaupunkt für die Major League Soccer in den USA.
00:16:51: Also das sind mehr dann, was sich vielleicht in der Gesellschaft verändert aber nicht unbedingt nachvollziehbar in der Wirtschaft.
00:16:58: Okay packen wir das mal zusammen Energiepreise Notenbackenaktien Anleihen WM.
00:17:03: Was ist die zentrale Botschaft wenn jetzt einer investieren möchte?
00:17:07: Ich würde sagen dass umfeld bleibt.
00:17:09: konstruktiv also wirklich eigentlich gut.
00:17:12: Wachstum ist da, aber klar die Energiepreise haben zuletzt belastet.
00:17:17: Solange diese rückläufig sind sollten die Aktien weiter auch laufen und sind einfach vom Makromfeld unterstützt.
00:17:25: Anleihen bieten vor allem Rendite und solange wir keinen Inflationsschock haben sind Anleinen sehr wichtiger Bestandteil im Portfolio Und die WM sollte noch ein schöner Konsumimpuls eigentlich sein für die USA.
00:17:39: Okay Thomas Vielen Dank für die Einschätzung.
00:17:42: Das war Märkte und Trends im Durchaus sehr warmen Juni, zwei Jahrtausend sechsten zwanzig.
00:17:48: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:17:49: Empfehlen Sie uns gerne weiter, schicken sie uns Feedback über die bekannten Kanäle.
00:17:53: Bis zum nächsten Mal bleiben sie informiert und gelassen.
00:17:58: Danke Jörg bis zum nächsten mal.
00:17:59: Schöne
00:17:59: Grüße aus München.
00:18:09: Rechtliche Hinweise und weitere Informationen erhalten Sie in der Beschreibung des Podcasts oder im Internet unter www.meag.com.
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