Wie Anleger klug diversifizieren

Shownotes

Nach einer enorm starken Entwicklung im Vorjahr war die Performance an den Märkten im Jahr 2025 zwar stärker als vermutet, doch man kann mit Sicherheit sagen: die Selbstläuferjahre sind vorbei.

Verstärkt wird dieses Bild von der globalen Finanzpolitik. Von den USA über Europa bis Asien versucht man, mit fiskalischen Impulsen das Wachstum zu stützen. Aber werden die staatlich verordneten Finanzspritzen der schwächelnden Konjunktur auf die Sprünge helfen? Darauf dürfen wir 2026 gespannt sein.

Neben geopolitischen und strukturellen Risiken gibt es einen weiteren Unsicherheitsfaktor: die hohen Bewertungen der führenden US-Techfirmen. Nicht nur deshalb könnten die Papiere anderer Sektoren wieder an Bedeutung gewinnen, etwa aus der Luxus-, Versorger- oder Automotivsparte.

Mehr Balance ins Portfolio bekommen Anleger vor allem mit Anleihen. Allerdings sehen wir bei den Staatsanleihen – gerade durch die hohen Staatsausgaben – kurzfristig wenig Spielraum. Anders sieht es bei den Unternehmensanleihen aus. Besonders am kurzen Ende sind stabile Erträge auch im nächsten Jahr weiter möglich.

Das Team vom Märkte & Trends verabschiedet sich in die Weihnachtspause und wünscht allen Zuhörern erholsame Feiertage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!

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Thomas: Unsere Einschätzung ist einfach, dass weltweit das Wachstum nächstes Jahr eher

Thomas: zunimmt, als dass es nachlässt.

Thomas: Viele Ökonomen sind super positiver auf Deutschland oder auf Europa,

Thomas: speziell wegen Deutschland.

Thomas: Natürlich haben wir auch für nächstes Jahr immer noch die Zölle,

Thomas: die geopolitischen Spannungen, teilweise fragile Lieferketten.

Thomas: Auch das bleibt einfach für nächstes Jahr ein Thema.

Jörg: Wie gefährlich ist denn diese Konzentration? Wir hören ja immer wieder Magnificent

Jörg: Seven, die großen Titel, die da auch vor allen Dingen in den USA den Markt treiben.

Thomas: Grundsätzlich ist das makroökonomische Umfeld weiterhin positiv für Aktien und

Thomas: auch für Aktieninvestoren.

Thomas: Wachstum ist da, fiskalische Impulse gibt es, wir haben weiterhin stabile Unternehmensgewinne.

Jörg: Herzlich willkommen zu Märkte und Trends im Dezember 2025. Ein Jahr geht zu

Jörg: Ende, das von Anlegern durchaus einiges gefordert hat.

Jörg: Am Kapitalmarkt oder der Kapitalmarkt war durch die Normalisierung der Zinspolitik geprägt.

Jörg: Sinkende Leitzinsen haben die globalen Aktienmärkte gestützt.

Jörg: Parallel dazu verlagerte sich der Fokus bei Tech-Werten von der reinen KI-Euphorie

Jörg: hin zu messbaren Profiten bei der künstlichen Intelligenz.

Jörg: Und natürlich nicht zu vergessen, die geopolitischen Spannungen und Handelskonflikte

Jörg: sorgten jedoch für doch eine deutliche Schwankungsbreite und eine starke Nachfrage von Gold.

Jörg: Heute, lieber Thomas, wollen wir aber weniger zurückblicken,

Jörg: sondern vor allem auch mal nach vorne schauen und was uns in 2026 alles so erwartet.

Thomas: Ja, hallo Jörg. Es freut mich, wie immer hier sein zu dürfen mit dir.

Thomas: Das Jahr war, wie du gesagt hast, sehr herausfordernd und ich freue mich jetzt

Thomas: dann auch hoffentlich auf ein paar ruhige und erholsame Weihnachtstage.

Thomas: Die muss man dann auch nutzen, denn 2026 wird vermutlich wieder nicht einfacher

Thomas: als das vergangenen Jahr. Und du hast ja schon gesagt, es war viel los.

Thomas: Nächstes Jahr wird mit Sicherheit genauso spannend, wenn nicht noch spannender.

Jörg: Absolut. Sprechen wir gleich über Wirtschaft. 2026 unter dem Zeichen des Stimulus.

Jörg: Das musst du mir gleich erklären.

Jörg: Viele Ökonomen sprechen für 2026 von einem

Jörg: Umfeld, in dem der Stimulus der Volkswirtschaften im Vordergrund steht.

Jörg: Was ist damit gemeint? Was sind die Erwartungen fürs nächste Jahr hinsichtlich Wachstum, Inflation?

Jörg: Ich bohre natürlich zwischendurch mal nach, aber was ist so die grundsätzliche

Jörg: Ausgangslage für nächstes Jahr?

Thomas: Ich darf jetzt also keinen langen Monolog halten?

Jörg: Nein.

Thomas: Ach schade. Also grundsätzlich, was ist mit Stimulus gemeint?

Thomas: Die Welt ist aktuell einfach geprägt wirklich von Fiskalausgaben und dem damit

Thomas: einhergehenden Stimulus für die Wirtschaft.

Thomas: Also wir reden hier jetzt wirklich einfach von fiskalischer Expansion oder ein

Thomas: konkretes Beispiel, man kann natürlich auch einfach das deutsche Sondervermögen

Thomas: nennen. Das wird jetzt in die Wirtschaft gepumpt und das ist der Stimulus.

Thomas: Und das macht nicht nur Deutschland, das macht die USA, das macht Japan und

Thomas: viele weitere Länder einfach auf der Welt auch.

Thomas: Und darum bringt der Begriff Stimulus wirklich sehr gut auf den Punkt für 2026.

Thomas: Wir dürften global wirklich sehr viel sehen, wie gesagt eben nicht nur in Deutschland,

Thomas: sondern auch eben in den USA, in Japan.

Thomas: Wir sehen einfach umfangreiche staatliche Ausgabenprogramme,

Thomas: gleichzeitig China stabilisiert gezielt, will aber eben nicht in alte Probleme

Thomas: oder in alte Stimulusmuster zurückfallen und alles zum Beispiel nur in den Häusermarkt stecken.

Thomas: Und zusammengenommen ergibt es einfach ein Umfeld, das Wachstum unterstützen

Thomas: sollte, Wachstum hoffentlich auch ankurbeln sollte und ja, das wird sehr spannend da tatsächlich.

Jörg: Vor einem Jahr haben wir hier ungefähr gesessen und da war im Markt schon die

Jörg: Rezessionsängste, für Deutschland war es glaube ich klar, bei den USA hatten

Jörg: wir aber noch ein bisschen Angst gehabt, also es ist gar kein Thema mehr im Moment.

Thomas: Also Rezession jetzt in diesem, nennen wir es jetzt mal Basisszenario,

Thomas: tatsächlich eigentlich nicht.

Thomas: Das sollte auch wenig überraschend sein, dass hier eine Rezession nicht unbedingt

Thomas: auf der ersten Seite stehen wird bei den Überstunden, die wirklich die Druckerpressen

Thomas: der Zentralbanken leisten müssen.

Thomas: Unsere Einschätzung ist einfach, dass weltweit das Wachstum tatsächlich nächstes

Thomas: Jahr eher zunimmt, als dass es nachlässt.

Thomas: Wichtig ist aber einfach auch

Thomas: hier zu sagen, dass es natürlich immer auch Risiken für jedes Jahr gibt.

Thomas: Das klingt jetzt ein bisschen langweilig und abgedroschen, aber natürlich haben

Thomas: wir auch für nächstes Jahr immer noch die Zölle, die geopolitischen Spannungen,

Thomas: teilweise fragile Lieferketten.

Thomas: Auch das bleibt einfach für nächstes Jahr ein Thema. Deshalb gibt es natürlich

Thomas: neben diesem Basisszenario auch wieder negativere Seiten.

Thomas: Einmal natürlich können wir trotzdem in eine Rezession abrutschen,

Thomas: aber was vielleicht eher relevant ist, in einem Umfeld, in dem wir viel Stimulus

Thomas: haben, das Wachstum ansteigt,

Thomas: können wir auch eine künstliche Blase einfach erstellen.

Thomas: Wenn die Zentralbanken dann auch noch zusätzlich die Zinsen senken,

Thomas: wie jetzt vielleicht in den USA angenommen wird, dann besteht schon so ein Risiko,

Thomas: dass wir vielleicht in so eine Blase reinrutschen.

Thomas: Das ist kein Grund oder kein Basisszenario, aber besteht natürlich als Risiko.

Jörg: Die Staatsinvestitionen, wie sie in Deutschland jetzt wahrscheinlich das Wachstum

Jörg: erstmal tragen werden, hilft es Deutschland jetzt ein bisschen auf die Beine,

Jörg: so ein bisschen Erholungspotenzial und die zweite Frage wäre,

Jörg: passt die Inflation in das Gesamtbild rein?

Thomas: Also grundsätzlich erstmal vielleicht zur zweiten Frage, die Inflation sollte

Thomas: 2026 weiter nachlassen,

Thomas: allerdings nicht mehr so gleichmäßig überall, was auch teilweise daran liegt,

Thomas: dass Deutschland oder in Europa, wir bewegen uns schon sehr nah an den Zielen

Thomas: von den zwei Prozent, USA noch leicht darüber.

Thomas: Das ist auch grundsätzlich der Grund, warum wir keine aggressive Zinssenkungsphase

Thomas: oder keine aggressiven Zinssenkungen mehr erwarten, weder von der FED noch von der EZB.

Thomas: EZB dürfte wahrscheinlich eher die Zinsen hier auf diesem Niveau belassen,

Thomas: die US-Notenbank vielleicht ein bisschen nochmal die Zinsen senken.

Thomas: Darum, Geldpolitik wird weiter unterstützend bleiben, aber nicht so euphorisch für dieses Jahr.

Thomas: Für Deutschland, hier wird es wirklich darauf ankommen. Viele Ökonomen sind

Thomas: super positiv auf Deutschland oder auf Europa, speziell wegen Deutschland.

Thomas: Das Wichtige wird sein, und da schauen wir auch einfach drauf,

Thomas: wie viel gibt Deutschland effektiv aus.

Thomas: Wir haben viele Sachen angekündigt, aber jetzt muss auch geliefert werden.

Thomas: Und können wir diese Ausgaben wirklich dann auch nachweisen?

Thomas: Sehen wir das in den Zahlen? Darauf wird es ankommen und das kann auch Deutschland dann helfen.

Thomas: Wenn wir das nicht sehen, wird es schwierig.

Jörg: Das ist diese Diskussion, Taschenspieler trägst, wird es richtig verwendet,

Jörg: das Sondervermögen, diese Diskussion.

Thomas: Genau, das sind die Fragen, was sind Ausgaben, was sind Konsumausgaben,

Thomas: was sind Investitionen und auch wie lange braucht es, bis wir es endlich ausgeben.

Thomas: Also lange auf die Bank schieben ist schwierig, wir müssen das Geld wirklich

Thomas: ausgeben und darauf schaut der Kapitalmarkt.

Jörg: Kapitalmarkt, kommen wir zu den Aktien. Wir haben starke Jahre am Aktienmarkt

Jörg: gesehen, das muss man glaube ich sagen, natürlich unter Schwankungen,

Jörg: aber durchaus starke Jahre.

Jörg: Wenn ich jetzt Wirtschaft höre, hört sich ganz gut an, auch wenn es viele Staatsausgaben

Jörg: getragen ist, aber ist da noch, da ist noch Luft nach oben, oder?

Thomas: Die kurze Antwort ja. Also man könnte jetzt auch sagen, ein bisschen was geht immer.

Thomas: Also ein bisschen Luft ist immer möglich, aber natürlich glaube ich,

Thomas: also für nächstes Jahr gehe ich davon aus, dass die Schwankungen tatsächlich

Thomas: stärker werden und auch häufiger auftreten werden.

Thomas: Grundsätzlich ist das makroökonomische Umfeld weiterhin positiv für Aktien und

Thomas: auch für Aktieninvestoren.

Thomas: Wachstum ist da, fiskalische Impulse gibt es, wir haben weiterhin stabile Unternehmensgewinne.

Thomas: Das sind einfach wirklich ein solides Fundament.

Thomas: Gleichzeitig haben wir aber eben halt auch diese hohen Bewertungen,

Thomas: die auch getrieben oder unterstützt sind von Wachstumserwartungen.

Thomas: Und wenn vielleicht diese Wachstumserwartungen mal hinterfragt werden oder einfach

Thomas: dieses Bildrisse bekommt, dann kann es auch sehr volatil an den Aktienmärkten

Thomas: werden und darum gehe ich davon aus, dass es nächstes Jahr zwar gut wird,

Thomas: aber einfach volatiler als dieses Jahr.

Jörg: Wie gefährlich ist denn diese Konzentration? Wir hören ja immer wieder Magnificent

Jörg: Seven, die großen Titel, die da auch vor allen Dingen in den USA den Markt treiben. Ist das,

Jörg: Also Diversifizierung ist das Stichwort. Wie risikohaft ist das denn?

Thomas: Genau, also Konzentration ist ein Riesenthema. Ich glaube, dass es für nächstes

Thomas: Jahr nicht ein Selbstläufer wird, in dem ich sagen kann, einfach den Markt kaufen

Thomas: und dann lasse ich es liegen.

Thomas: Die Erträge, einfach das, was ich schon angesprochen habe, werden sich stärker streuen.

Thomas: Ich glaube auf der Aktienseite, dass es ein Stockpicking-Umfeld tatsächlich

Thomas: ist, also ein Umfeld für aktives Management und das wird auch weiterhin an Bedeutung

Thomas: gewinnen. Besonders auch im Technologiebereich, also Stichwort KI natürlich.

Thomas: Hier wird sich zeigen, welche Geschäftsmodelle und welche Investitionen liefern

Thomas: dann auch tatsächlich die Erwartungen, die man da reingesetzt hat.

Thomas: Und da können sich große Gräben dann auch tatsächlich auftun und das kann zu

Thomas: großen Divergenzen führen und einfach super Möglichkeiten geben hier für aktives Management.

Thomas: Auch andere Sektoren können wieder stärker in den Vordergrund rücken,

Thomas: wie Versorger, Luxus oder auch Automotives, die in globalen Portfolien tatsächlich

Thomas: sehr stark unterrepräsentiert sind und von einem großen Aufschwung global profitieren können.

Thomas: Da macht es einfach wirklich Sinn, das aktiv zu betreuen und dann auch taktisch Positionen zu nehmen.

Jörg: S&P 500, großer amerikanischer Aktienmarkt, Nasdaq, Tech-Titel,

Jörg: DAX, Deutschland, deutscher Aktienmarkt oder Eurostoxx50, also Europa.

Jörg: Was kaufe ich denn nächstes Jahr?

Thomas: Also regional, die USA oder US-Aktien bleiben strukturell einfach schon attraktiv.

Thomas: Es gibt aber auch inzwischen einfach Alternativen dazu, einfach weil die USA,

Thomas: wie du es ja gesagt hast, richtigerweise super gut gelaufen ist.

Thomas: Europa hat weiterhin auch wohl Potenzial, auch aufgrund der fiskalischen Impulse

Thomas: oder zum Beispiel auch durch einen Frieden in der Ukraine.

Thomas: Gleichzeitig sprechen eben aber halt auch dieses hohe Marktkonzentration,

Thomas: die wir in den USA sehen, einfach für eine Diversifikation und für mehr Flexibilität,

Thomas: die man im Portfolio haben möchte.

Thomas: Nächstes Jahr hängt es eben viel am Wachstum, dass auch die Bewertungen dann

Thomas: unterstützt sein können und eben die Ausschläge werden hier wichtiger,

Thomas: aber generell strukturell noch USA,

Thomas: aber man braucht Flexibilität, um auch dann taktisch agieren zu können.

Jörg: Okay, schauen wir mal ein bisschen auf die Anleihen. Einige am Markt hoffen

Jörg: oder durchaus einige viele hoffen auf Zinssenkungen und damit Kursgewinne generieren

Jörg: zu können. Ist das realistisch noch?

Thomas: Ja, wir hatten es ja vorhin schon so ein bisschen thematisiert.

Thomas: In dem Umfeld, in dem wir einfach so viele Fiskalpakete sehen und so viele Fiskalpakete geschnürt werden,

Thomas: ist es im ersten Moment vielleicht schwierig zu sehen, dass wirklich die Zinsen

Thomas: vor allem am langen Ende, also 10 Jahre, 15, 20, 30 Jahre, massiv fallen werden.

Thomas: Darum ist jetzt vielleicht dieses

Thomas: lange Ende nicht unbedingt der beste Renditetreiber im Portfolio für 2026.

Thomas: Grundsätzlich gehen wir eigentlich davon aus, dass sich die Zinskurven weiter versteilern werden.

Thomas: Also kurze Zinsen, ein, zwei, drei Jahre sollten eher fallen,

Thomas: lange Zinsen sollten eher vielleicht stabil bleiben oder leicht steigen.

Thomas: Und so gehen wir jetzt ein bisschen in dieses Jahr rein. Einfach diese hohen

Thomas: Staatsausgaben bedeuten viel Angebot am langen Ende und das kann hier Druck auf die Kurve ausüben.

Jörg: Wie sieht es bei Unternehmensanleihen aus und über welche Qualität sprechen wir?

Jörg: Also über wirklich ganz, ganz tolle Qualität von Unternehmensanleihen,

Jörg: die gute Rendite bieten oder ist es eher, muss eher so Richtung Ramsch,

Jörg: ist immer so ein doofes Wort, aber schlechtere Qualität gehen?

Thomas: Ja, wir mögen weiterhin Unternehmensanleihen von wirklich guter Bonität,

Thomas: von guter Qualität, auch gerne am kurzen Ende, also eher am ein, zwei, drei Jahresende.

Thomas: Hier sehen wir einfach relativ geringe Volatilität und trotzdem im Verhältnis

Thomas: immer noch ein attraktives Renditeprofil.

Thomas: Grundsätzlich sind aber die Risikoaufschläge sehr, sehr eng und darum glauben

Thomas: wir jetzt nicht, dass es nochmal große Kursgewinne geben wird,

Thomas: die jetzt vielleicht mit einem Aktieninvestment mithalten können.

Thomas: Darum bei Unternehmensanleihen eher am kurzen Ende sich positionieren und das

Thomas: lange Ende dann eher vielleicht als Risikoabsicherung nehmen,

Thomas: Optionalität am langen Ende zu haben, dass falls wir in ein negatives Umfeld

Thomas: kommen, vielleicht mit einer Rezession,

Thomas: dann möchte ich eher die Optionalität am langen Ende haben, aber mein Risiko

Thomas: möchte ich eher am kurzen Ende nehmen.

Jörg: Also die Wahlmöglichkeit am langen Ende.

Thomas: Genau, die Wahlmöglichkeit dann Zinsen zu vereinnahmen, falls wir in ein negatives

Thomas: Umfeld kommen, ist dann wahrscheinlich eine sehr attraktive Risikorenditestruktur.

Jörg: Okay, das 60-40 Portfolio, also Aktien zu Renten ist immer so ein wohlgepriesenes

Jörg: Portfolio, was für breite Streuung sorgen soll.

Jörg: Hält das noch, dass das die Anleihen so der sichere Gegenpol sind?

Thomas: Grundsätzlich ja. Hier ist es natürlich wichtig zu sehen, in einem positiven

Thomas: Wachstumsumfeld, in dem die Märkte gut unterstützt sind, da werden die Aktien

Thomas: auch ein super Jahr haben.

Thomas: Das 60-40-Portfolio hat vor allem dann eine oder die großen Vorteile,

Thomas: wenn wir in eine Rezession oder in ein schwächeres Umfeld gehen,

Thomas: wenn Staatsanleihen, wenn Zinsanleihen einfach nachgefragt werden,

Thomas: dann stabilisiert das Portfolio.

Thomas: Das Risiko ist zum Beispiel eher in einem inflationären Umfeld,

Thomas: davon gehen wir nicht aus, dass wir das sehen werden und darum ist per se das

Thomas: 60-40-Portfolio in dem aktuellen Umfeld eigentlich eine sehr gute Möglichkeit, sein Geld anzulegen.

Jörg: Sehr gut. So Thomas, dann wünsche ich mir von dir mal eine Zusammenfassung für den Ausblick 2026.

Thomas: Normalerweise machst du doch die Zusammenfassung.

Jörg: Die machst heute du.

Thomas: Die muss ich jetzt machen, okay. Also 2026 kann ein ordentliches Jahr für die Kapitalmärkte werden,

Thomas: getragen vor allem vom politischen Stimulus und stabilem Wachstum,

Thomas: aber es ist auch kein Jahr für Sorglosigkeit.

Thomas: Mit hohen Bewertungen, vor allem an den Aktienmärkten, geringe Risikoprämien

Thomas: bei Unternehmensanleihen, politische Eingriffe und vor allem auch strukturelle

Thomas: Risiken bleiben auch für 2026 erhalten.

Thomas: Und je erfolgreicher man sein möchte, hängt vor allem davon ab,

Thomas: wie breit bin ich diversifiziert im nächsten Jahr.

Thomas: Man muss die Risiken aktiv steuern,

Thomas: aktiv streuen und sich nicht auf ein einziges Szenario fokussieren.

Thomas: Und das wäre jetzt mal meine kurze Zusammenfassung.

Jörg: Ja, differenziert konstruktiver Ausblick, würde ich mal sagen.

Jörg: Thomas, vielen Dank für deine Einschätzung.

Thomas: Vielen Dank dir fürs Gespräch.

Jörg: Das Jahr 2025 hat wieder mal gezeigt, Beständigkeit ist oft der Schlüssel zum Erfolg.

Jörg: Wir danken Ihnen natürlich fürs Zuhören, wünschen Ihnen einen erfolgreichen

Jörg: Start in ein gesundes und glückliches 2026.

Jörg: Mögen die Portfolios wachsen und die Sorgen schrumpfen. Vielen Dank fürs Zuhören.

Jörg: Wir freuen uns, wenn wir uns wiederhören. Und viele Grüße aus München.

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